Umgangspfleger

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Zertifikatskurs

 

Umgangspflegschaft und Begleiteter Umgang im familiengerichtlichen Kontext

 

Fortbildung zum / zur Umgangspfleger/in und Umgangsbegleiter/in

 

I. Grundkurs

II. Aufbaukurs

 

Jeder der beiden Kurse besteht aus einem Seminar, das an einem Wochenende in Berlin stattfindet.

Grundkurs und Aufbaukurs können einzeln gebucht werden.

 

Der zweite Grundkurs fand statt am:

14.09.2019 und 15.09.2019

 

Der dritte Grundkurs findet statt am:

01.02.2020 und 02.02.2020 

 

 

Die Teilnahme am Grundkurs verpflichtet nicht zur Teilnahme am Aufbaukurs.

 

Kosten:

Grundkurs  300,00 €

Aufbaukurs 300,00 €

Bei gemeinsamer Buchung beider Kurse gewähren wir 10% Skonto.

 

 

Förderungsmöglichkeiten:

Für Fachanwälte Familienrecht gem. §15 FAO: anerkennungsfähig als Nachweis für 2017 wie 2018

Für Arbeitnehmer: Bildungsprämienförderung und Anerkennung für Bildungsurlaub je nach Bundesland

*bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen

 

 

Das Familiengericht kann eine Umgangspflegschaft anordnen, wenn ein oder beide Elternteile oder eine Person, in dessen Obhut sich das Kind befindet, dauerhaft und wiederholt ihre in § 1684 BGB Absatz 2 festgelegte Wohlverhaltenspflicht verletzen.

 

§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.
(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.
(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.

http://gesetze-im-internet.de/bgb/__1684.html

 

 

Die Ausbildungsteilnehmer/innen lernen in der Fortbildung das Arbeitsfeld des Umgangspflegers und die Grundlagen seiner Tätigkeit, wie den rechtlichen Rahmen und die Einbettung im familiengerichtlich bestimmten Kontext kennen.

Bezug genommen wird auf angrenzende, sich teils überschneidende andere Arbeitsfelder, wie etwa dem der Jugendhilfe und der dort verorteten Jugendhilfeleistung Begleiteten Umgang.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten Einblicke in die Tätigkeit angrenzender Professionen wie etwa des Ergänzungspflegers und Vormundes, Verfahrensbeistandes und des Sachverständigen, kennen.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten einen Einblick in die Problemfelder der Umgangspflegschaft und einen fachgerechten Umgang mit diesen kennen.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen werden befähigt, mit Taktgefühl, Klarheit und Bestimmtheit die verantwortungsvolle Tätigkeit eines / einer Umgangspflegers / Umgangspflegerin und Umgangsbegleiter/in erfolgreich auszüben.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten neben einer fundierten Qualifikation für die Tätigkeit als Umgangspfleger/in einen Einblick in das Thema Begleiteter Umgang, womit ein weiteres sinnvolles Tätigkeitsfeld eröffnet werden kann.

Die Justizkasse vergütet die Stunde in der Tätigkeit eines Umgangspflgers mit maximal 39,00 €. Notwendige Fahrzeiten werden vergütet. Die erzielten Einnahmen in der Umgangspflegschaft sind von der Umsatzsteuer befreit.

Die öffentliche Jugendhilfe hat in der Regel Fachleistungsstundensätze um die 60,00 €, die für die notwendigen klientennahen Tätigkeiten bezahlt werden.

 

 

 

I. Grundkurs

 

Im Grundkurs lernen Sie die wichtigsten Grundlagen für eine qualifizierte Tätigkeit als Umgangspfleger/in und Umgangsbegleiter/in kennen.

Nach dem Grundkurs können Sie mit einer Fallaquise bei Familiengerichten und Jugendämtern in Ihrem örtlichen Umfeld beginnen.

 

Themen im Grundkurs:

 

- Einführung in die Arbeit des/der Umgangspfleger/in

- Rechtliche Grundlagen der Tätigkeit des Umgangspflegers

- der Umgangspfleger und andere beteiligten Professionen (Familienrichter, Rechtspfleger, Rechtsanwälte, Jugendamt, Verfahrensbeistand, Sachverständiger, etc.)

- Schnittstellen von Umgangspflegschaft und Begleitetem Umgang

- Umgangspflegschaft und Begleiteter Umgang zwischen Hilfeleistung und Zwang. Übersicht über die beiden unterschiedlichen Arbeitsfelder. Ziele, Methoden und Besonderheiten.

- Einordnung und Bestimmungen von Umgangspflegschaft und Begleitetem Umgang im BGB, FamFG, SGB 8 und angrenzenden Rechtsbereichen

 - Auftraggeber Familiengericht und Jugendamt

- Bestellung und Bestallung des Umgangspflegers

- Datenschutz

- Zwischen Freiwilligkeit und Arbeit im Zwangskontext, Ordnungsmittel (Ordnungsgeld, Ordnungshaft)

 

- Kostensätze und Vergütung im Feld von Familiengericht und Jugendhilfe

- Abrechnungsfragen

 

- Indikationen für Begleiteten Umgang / begleitete Übergabe

- der "mitwirkungsbereite Dritte" gemäß §1684 BGB

- Hilfeplanverfahren im Begleiteten Umgang

 

-  Fallaquise

 

 

- Vergütung des Umgangspflegers durch die Justizkasse

- Fallaquise bei den Familiengerichten

- die Tätigkeit des Umgangspflegers in "hochstrittigen" Familienkonflikten

- Elternentfremdung und Umgangsvereitelung aus systemischer Sicht, Implikationen für die Führung einer Umgangspflegschaft

- zur Frage der Durchsetzung von familiengerichtlichen Beschlüssen durch den Umgangspfleger

- Rechnungsstellung des Umgangspflegers gegenüber der Justizkasse

 

 

 

 

 

 

 

II. Aufbaukurs

Die Fortbildung im Aufbaukurs beschäftigt sich vertiefend mit speziellen Fragen der Umgangspflegschaft und des Begleiten Umgangs.

Die Teilnehmer/innen bringen erste Erfahrungen aus ihrer zwischenzeitlich aufgenommenen Tätigkeit als Umgangspfleger/innen und Umgangsbegleiter/innen ein.

 

 

Für die erfolgreiche Teilnahme am Grundkurs erhalten die Teilnehmer/innen eine Zertifikat (Grundkurs).

Für die Teilnahme am Aufbaukurs erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat (Aufbaukurs).

 

 

 

Ausbildungsleitung und Dozent im Grundkurs:

Peter Thiel

Systemischer Berater und Therapeut (DGSF), Lösungsorientierter Sachverständiger

langjährige Tätigkeit als Umgangspfleger, Ergänzungspfleger, Vormund, Verfahrensbeistand und Sachverständiger im Auftrag verschiedener Amtsgerichte und Oberlandesgerichte

Langjährige Tätigkeit im Jugendhilfekontext, insbesondere im Begleiteten Umgang

 

 

Dozenten im Aufbaukurs:

Stefan Nowak - Fachanwalt für Familienrecht

Dr. Herwig Grote - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF), Lösungsorientierter Sachverständiger

 

 

Die Fortbildung wird in Trägerschaft von Kinderland - Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e.V. durchgeführt.

 

 

 

Seminarzeiten:

Sonnabend 10 bis 16 Uhr

Sonntag      10 bis 16 Uhr

 

Am Sonnabend und Sonntag sind je eine 90-minütige Mittagspause und zwei kleinere Pausen vorgesehen.

 

 




Die Fortbildung findet in Berlin-Pankow statt.



Beratungspraxis

Wollankstraße 133

13187 Berlin

 





Hier stehen uns in ruhiger Lage Räumlichkeiten und Technik zur Verfügung.

 

Das Rathaus Pankow, der Bürgerpark und das Zentrum von Pankow mit netten Cafes und Restaurants liegen unmittelbar vor unserer Tür.

Nicht weit von unserem Standort, das Schloß Niederschönhausen und das legendäre "Städtchen" am Majakoswkiring, wo Geschichte geschrieben wurde, das Konrad Adenauer dazu veranlasste, von den "Herren in Pankoff" zu sprechen und Udo Lindenberg zu seinem bekannten Lied "Ist das der Sonderzug nach Pankow" inspirierte.

 

Bus 107, 155, 250, 255; Tram M 1 (Aussteigen Pankow Rathaus); S-Bahnhof Wollankstraße, 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, 20 Minuten Fußweg

Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Fernbahnhof Berlin-Gesundbrunnen nach S-Bahnhof Wollankstraße ca. 5 Minuten. Von dort 10 Minuten Fußweg bis zur Wollankstraße 133. 

Bitte durch die Tordurchfahrt in den Hof gehen. Links im Hof ist ein Seitenflügel. Dort bitte bei "BTS 1. OG" klingeln.


 

Stand 16.09.2019