Umgangspfleger

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Zertifikatskurs

 

Umgangspflegschaft und Begleiteter Umgang im familiengerichtlichen Kontext

 

Fortbildung zum / zur Umgangspfleger/in und Umgangsbegleiter/in

 

I. Grundkurs

II. Aufbaukurs

 

Jeder der beiden Kurse besteht aus einem Seminar, das an einem Wochenende in Berlin stattfindet.

Grundkurs und Aufbaukurs können einzeln gebucht werden.

 

Grundkurs

Der zehnte Grundkurs findet am 03.07. und 04.07.2021 online als Zoom-Meeting statt

Anmeldungen sind noch möglich.

 

Seminarzeiten:

Sonnabend 11 bis 17 Uhr

Sonntag      11 bis 16 Uhr

 

Stundenumfang: Elf Stunden Präsenz und zwei Stunden Selbststudium. halbstündige schriftliche Prüfung.

 

Kosten:

Grundkurs  240,00 €

Frühbucherrabatt von 5 % wird eingeräumt bis 6 Wochen vor der Fortbildung.

 

Für den 08.08. und 09.08.2021 ist ein Grundkus als Präsenzfortbildung in Lychen (Uckermark) geplant, ersatzweise als Zoom-Meeting (Online).

 

Im Grundkurs erwerben die Teilnehmer/innen solides Basiswissen für die Tätigkeit als Umgangspfleger/in.

Zusätzlich werden Kenntnisse zum Tätigkeitsfeld eines/einer Ergänzungspfleger/in (§1909 BGB) und Vormundes/Vormünderin (§1773 in Verbindung mit §1779 BGB) sowie Basiswissen für eine Tätigkeit im Begleiteten Umgang erworben.

Die Fortbildung verfolgt einen systemisch-lösungsorientierten Ansatz, auf den wir im Grundkurs und Aufbaukurs bezug nehmen.

 

Eine gute Übersicht finden Sie in:

Arist von Schlippe: "Familientherapie im Überblick"; Junferman-Verlag, 1995, bzw. Neuauflagen

Paul Watzlawick; Janet H. Beavin; Don D. Jackson: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003

Paul Watzlawick; John H. Weakland; Richard Fisch: "Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels", Verlag Hans Huber, Bern; 1974/1992/1997/2001/2003

Paul Watzlawick: "Die erfundene Wirklichkeit. Wie wir wissen, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus". Piper Verlag, München, 1985 (mit Beiträgen von Ernst von Glasersfeld, Heinz von Foerster, Rupert Riedl, Paul Watzlawick, David L. Rosenhan, Rolf Breuer, Jon Elster, Gabriel Stolzenberg, Francisco Varela)

 

Der Grundkurs schließt ab mit einer halbstündigen schriftlichen Prüfung, die in Hausarbeit erledigt wird.

 

Für die Teilnahme am Grundkurs und die hinreichende Beanwortung der Prüfungsfragen erhalten Sie eine Zertifizierung.

Mit dieser Zertifizierung und einemn aussagekräftigen Lebenslauf können Sie sich dann bei den Familiengerichten für eine Tätigkeit als Umgangspfleger/in bewerben.

Da viele Familiengerichte dringend qualifizierte Umgangspfleger/innen suchen, bestehen gute Chancen schon kurze Zeit nach einer Bewerbung beim Familiengericht eine erste Beauftragung zu erhalten.

 

Die Teilnahme am Grundkurs verpflichtet nicht zur Teilnahme am Aufbaukurs.

 

Informationen und Anmeldung zur Fortbildung unter:

info@umgangspfleger.de

 

 

Aufbaukurs

 

Teilnehmer/innen am Aufbaukurs sollten in der Regel mindestens einmal als Umgangspfleger/in bestellt worden sein, so dass eigene Praxiserfahrungen als Umgangspfleger/in in den Aufbaukurs einfließen und dort reflektiert werden können.

Der Aufbaukurs kann auch von Fachkräften gebucht werden, die bereits längere Zeit als Umgangspfleger/in arbeiten und ihre Kenntnisse und Kompetenzen vertiefen und erweitern wollen.

 

Stundenumfang: Fünf Stunden Präsenz und zwei Stunden Selbststudium.

Eine Stunde Prüfung - Vorstellung einer laufenden oder abgeschlossenen Umgangspflegschaft.

Skizzierung des Falls: Vorgeschichte der Umgangspflegschaft, Problematik der Umgangspflegschaft, Erfolgs- Misserfolgsanalyse des Falles.

 

Seminarzeiten des Aufbaukurs:

Sonnabend 11 bis 16 Uhr

 

Der Aufbaukurs findet in Lychen (Uckermark) statt.

 

Kosten:

Aufbaukurs 120,00 €

 

 

Da uns bei Annahme von Bildungsschecks für die Erfüllung der staatlichen Bürokratievorgaben ein Zeitaufwand von einer Stunde entsteht, erheben wir bei Einreichung eines 'Bildungschecks" eine Bearbeitungsgebühr von 60,00 €.

Es empfiehlt sich daher auf die Nutzung solcher Bürokratiemonster wie den Bildungscheck zu verzichten.

https://www.mags.nrw/esf-antrag

 

 

Förderungsmöglichkeiten:

Für Fachanwälte Familienrecht gem. §15 FAO

Für Arbeitnehmer: Bildungsprämienförderung und Anerkennung für Bildungsurlaub je nach Bundesland

*bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen

 

 

Informationen und Anmeldung zur Fortbildung unter:

info@umgangspfleger.de




Inhalte der Fortbildung:

Das Familiengericht kann eine Umgangspflegschaft anordnen, wenn ein oder beide Elternteile oder eine Person, in dessen Obhut sich das Kind befindet, dauerhaft und wiederholt ihre in § 1684 BGB Absatz 2 festgelegte Wohlverhaltenspflicht verletzen.

 

 

§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.
(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.
(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.

http://gesetze-im-internet.de/bgb/__1684.html

 

 

Die Ausbildungsteilnehmer/innen lernen in der Fortbildung das Arbeitsfeld des Umgangspflegers und die Grundlagen seiner Tätigkeit, wie den rechtlichen Rahmen und die Einbettung im familiengerichtlich bestimmten Kontext kennen.

Bezug genommen wird auf angrenzende, sich teils überschneidende andere Arbeitsfelder, wie etwa dem der Jugendhilfe und der dort verorteten Jugendhilfeleistung Begleiteten Umgang.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten Einblicke in die Tätigkeit angrenzender Professionen wie etwa des Ergänzungspflegers und Vormundes, Verfahrensbeistandes und des Sachverständigen, kennen.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten einen Einblick in die Problemfelder der Umgangspflegschaft und einen fachgerechten Umgang mit diesen kennen.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen werden befähigt, mit Taktgefühl, Klarheit und Bestimmtheit die verantwortungsvolle Tätigkeit eines / einer Umgangspflegers / Umgangspflegerin und Umgangsbegleiter/in erfolgreich auszüben.

Die Ausbildungsteilnehmer/innen erhalten neben einer fundierten Qualifikation für die Tätigkeit als Umgangspfleger/in einen Einblick in das Thema Begleiteter Umgang, womit ein weiteres sinnvolles Tätigkeitsfeld eröffnet werden kann.

Die Justizkasse vergütet die Stunde eines Umgangspflegers mit maximal 39,00 €. Notwendige Fahrzeiten und Aufwendungen werden bezahlt. Die erzielten Einnahmen in der Umgangspflegschaft sind von der Umsatzsteuer befreit.

An vielen Amtsgerichten sucht man händeringend nach qualifizierten Fachkräften, die die schwierige Tätigkeit eines Umgangspflegers übernehmen. Auf Grund der aktuell schlechten Bezahlung ist diese Suche ein mühseliges Unterfangen und so lange sich die Rahmenbedingungen nicht zum Guten ändern, wird das auch so bleiben.

Im Gegensatz zu der schlechte Vergütung durch die Justiz zahlt die öffentliche Jugendhilfe für die Jugendhilfeleistung Begleiteter Umgang in der Regel einen Fachleistungsstundensatz um die 60,00 €.

Politisch steht also eine zeitnahe Erhöhung des Stundensatzes für die Umgangspflegschaft auf einen einheitlichen Satz von 60,00 € an, um kompetente und qualifizierte Fachkräfte für diese schwierige Aufgabe zu gewinnen und zu halten.

 

 

 

 

I. Grundkurs

 

Im Grundkurs lernen Sie die wichtigsten Grundlagen für eine qualifizierte Tätigkeit als Umgangspfleger/in und Umgangsbegleiter/in kennen.

Nach dem Grundkurs können Sie mit einer Fallaquise bei Familiengerichten und Jugendämtern in Ihrem örtlichen Umfeld beginnen.

 

Themen im Grundkurs:

 

- Einführung in die Arbeit des/der Umgangspfleger/in

- Umgangspflegschaft und Begleiteter Umgang zwischen Hilfeleistung und Zwang. Übersicht über die beiden unterschiedlichen Arbeitsfelder. Ziele, Methoden und Besonderheiten. 

- Rechtliche Grundlagen der Tätigkeit des Umgangspflegers 

- Einordnung und Bestimmungen von Umgangspflegschaft und Begleitetem Umgang im BGB, FamFG, SGB 8 und angrenzenden Rechtsbereichen

- Bestellung, Bestallung und Vergütung, Beendigung einer Umgangspflegschaft

- der Umgangspfleger und andere beteiligten Professionen (Familienrichter, Rechtspfleger, Rechtsanwälte, Jugendamt, Verfahrensbeistand, Sachverständiger, etc.)

- die Tätigkeit des Umgangspflegers in "hochstrittigen" Familienkonflikten

- Elternentfremdung und Umgangsvereitelung aus systemischer Sicht, Implikationen für die Führung einer Umgangspflegschaft

- zur Frage der Durchsetzung von familiengerichtlichen Beschlüssen durch den Umgangspfleger

- Zwischen Freiwilligkeit und Arbeit im Zwangskontext, Ordnungsmittel (Ordnungsgeld, Ordnungshaft) 

- Mitwirkung des Umgangspflegers im Beschwerdeverfahren am Oberlandesgericht

- Datenschutz

 

- Vergütung des Umgangspflegers durch die Justizkasse

- Fallaquise bei den Familiengerichten

- Rechnungsstellung des Umgangspflegers gegenüber der Justizkasse

- Kostensätze und Vergütung im Feld von Familiengericht und Jugendhilfe

 

- Schnittstellen von Umgangspflegschaft und Begleitetem Umgang

- Auftraggeber Familiengericht und Jugendamt

- Indikationen für Begleiteten Umgang / begleitete Übergabe

- der "mitwirkungsbereite Dritte" gemäß §1684 BGB

- Hilfeplanverfahren im Begleiteten Umgang

 

 

 

 

II. Aufbaukurs

Die Fortbildung im Aufbaukurs beschäftigt sich vertiefend mit speziellen Fragen der Umgangspflegschaft und des Begleiten Umgangs.

Die Teilnehmer/innen bringen erste Erfahrungen aus ihrer zwischenzeitlich aufgenommenen Tätigkeit als Umgangspfleger/innen und Umgangsbegleiter/innen ein.

 

 

 

Für die erfolgreiche Teilnahme am Grundkurs erhalten die Teilnehmer/innen eine Zertifikat (Grundkurs).

Für die Teilnahme am Aufbaukurs erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat (Aufbaukurs).

 

 

 

Ausbildungsleitung und Dozent im Grundkurs:

Peter Thiel

Systemischer Berater und Therapeut (DGSF), Lösungsorientierter Sachverständiger

langjährige Tätigkeit als Umgangspfleger, Ergänzungspfleger, Vormund, Verfahrensbeistand und Sachverständiger im Auftrag verschiedener Amtsgerichte und Oberlandesgerichte

Langjährige Tätigkeit im Jugendhilfekontext, insbesondere im Begleiteten Umgang

 

 

Dozenten im Aufbaukurs:

Stefan Nowak - Fachanwalt für Familienrecht

Dr. Herwig Grote - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF), Lösungsorientierter Sachverständiger

 

 

Die Fortbildung wird in Trägerschaft von Kinderland - Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e.V. durchgeführt.

 

 

 

Seminarzeiten:

Sonnabend  11 bis 16 Uhr

Sonntag       10 bis 16 Uhr

 

Am Sonnabend und Sonntag sind je eine 60-minütige Mittagspause und zwei kleinere Pausen vorgesehen.

 

 




Die Fortbildung findet in Berlin-Pankow statt.



Beratungspraxis

Wollankstraße 133

13187 Berlin

 

 





Hier stehen uns in ruhiger Lage Räumlichkeiten und Technik zur Verfügung.

 

Das Rathaus Pankow, der Bürgerpark und das Zentrum von Pankow mit netten Cafes und Restaurants liegen unmittelbar vor unserer Tür.

Nicht weit von unserem Standort, das Schloß Niederschönhausen und das legendäre "Städtchen" am Majakowskiring, wo Geschichte geschrieben wurde, das Konrad Adenauer dazu veranlasste, von den "Herren in Pankoff" zu sprechen und Udo Lindenberg zu seinem bekannten Lied "Ist das der Sonderzug nach Pankow" inspirierte.

 

Bus 107, 155, 250, 255; Tram M 1 (Aussteigen Pankow Rathaus); S-Bahnhof Wollankstraße, 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, 20 Minuten Fußweg

Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Fernbahnhof Berlin-Gesundbrunnen nach S-Bahnhof Wollankstraße ca. 5 Minuten. Von dort 10 Minuten Fußweg bis zur Wollankstraße 133. 

Bitte durch die Tordurchfahrt in den Hof gehen. Links im Hof ist ein Seitenflügel. Dort bitte bei "BTS 1. OG" klingeln.

 


 

Stand 22.06.2021